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Saturday, February 9th 2019, 6:01pm

Mann will Eltern wegen seiner Geburt verklagen





Ein 27-jähriger Inder plant derzeit, seine Eltern zu verklagen, weil sie ihn ohne seine Zustimmung zur Welt gebracht haben.

Raphael Samuel, Geschäftsmann aus dem indischen Mumbai, gab gegenüber der BBC an, er finde es falsch, Kinder in die Welt zu setzen – da sie dann lebenslanges Leid ertragen müssten. Dabei sei ihm völlig klar, dass die Zustimmung natürlich nicht vor der eigenen Geburt eingeholt werden könne. Er bestehe aber darauf, dass “es nicht unsere Entscheidung war, geboren zu werden”.

Die Beweggründe des Mannes scheinen den meisten Menschen weit hergeholt, doch Raphael Samuel steht zu seiner Meinung, auch wenn er einräumt, dass er eigentlich ganz zufrieden mit seinen Eltern sei. Sie hätten eine gute Beziehung, sagt er. Trotzdem will Raphael Samuel sie jetzt verklagen. Der simple wie absurde Grund: Weil er geboren wurde und seine Eltern – übrigens beide Anwälte – ihn nur zu ihrem eigenen Vergnügen gezeugt hätten.

Vor einem halben Jahr erzählte er seiner Mutter, dass er vorhätte, sie zu verklagen. “Sie sagte, das ist in Ordnung, aber erwarte nicht, dass ich dich schonen werde. Ich werde dich vor Gericht vernichten”, so der Sohn zur BBC. Nun sucht Samuel einen Anwalt, der seinen Fall aufgreift, bisher aber ohne Erfolg.








Verrückte Klage mit ernstem Hintergrund

Der Inder ist Anhänger einer sogenannten Anti-Geburten-Bewegung mit philosophischem Hintergrund: Man wolle die Gesellschaft dazu bewegen, ernsthaft zu überdenken, ob es wirklich Sinn macht, Kinder in diese Welt zu setzen. Die Argumente der Bewegung sind unter anderem, den globalen Herausforderungen wie Überbevölkerung, Hungersnöte und Umweltproblemen durch Kinderlosigkeit entgegenzuwirken. So könne man die Ressourcen der Welt schonen und sich auf diese Weise gleichzeitig “gesellschaftlichen Normen” widersetzen. Zudem gäbe es genug bereits geborene Kinder, die auf eine Adoption warten.


Die Anhänger der Bewegung formierten sich in jüngster Vergangenheit vor allem über Internetforen und in den sozialen Netzwerken. Mit teils provozierenden Aussagen machen sie derzeit auf sich aufmerksam: “Ein Kind in diese Welt setzen und dann dazu zu zwingen, eine Karriere aufzubauen – ist das nicht Kidnapping und Sklaverei?” so Samuel im Interview mit “The Print”. Und weiter: “Ich sehe nicht ein, wieso ich jemand anderen dazu zwingen sollte, die qualvolle Prozedur von Schule und Karriereeinstieg durchzumachen. Vor allem, wenn er nicht darum gebeten hat, zu existieren.”

Schon Anfang der 90er-Jahre wurde das sogenannte Voluntary Human Extinction Movement (VHEMT) ins Leben gerufen – eine geistige Strömung, die für das freiwillige Aussterben der Menschheit eintritt. Deren Anhänger plädieren dafür, sich kritisch mit dem eventuell vorhandenen Kinderwunsch auseinanderzusetzen und am Ende freiwillig aufzuhören, sich weiterhin zu reproduzieren.

Auf seiner Facebook-Seite Nihilanand und auf YouTube wird er noch deutlicher und vergleicht das Kinderkriegen mit Sklaverei:




Quelle : yahoo


becks
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